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Dr. Fritz Faulhaber als Top-Innovator ausgezeichnet

Lothar Späth verleiht dem Schönaicher Elektrotechnikunternehmen für sein
herausragendes Innovations-management das Gütesiegel „Top 100“



Schönaich – Die Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand. Das hat die aktuelle Untersuchung im Rahmen des bundesweiten, branchenübergreifenden Unternehmensvergleichs „Top 100“ ergeben. Der Mittelständler überzeugte bei der 17. Runde der renommierten Wirtschaftsinitiative mit einem maßgeschneiderten Innovationsmanagement. Lothar Späth, Ministerpräsident von Baden-Württemberg a. D.,
überreicht den Baden-Württembergern bei einem Festakt im Gästehaus Petersberg in Königswinter das begehrte „Top 100“-Gütesiegel. Der Mentor der Mittelstandsinitiative würdigt damit die Verdienste von Dr. Fritz Faulhaber in den Bereichen „Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovationsmarketing“, „Innovationserfolg“ sowie „Innovative Prozesse und Organisation“. Im letztgenannten Bereich schaffte das Unternehmen sogar den Sprung in die Riege der besten zehn Teilnehmer.

Innovationszentrum
Das Unternehmen, das sich auf elektrische Kleinstmotoren und Mikroantriebssysteme spezialisiert hat, erwirtschaftete mit seinen 692 Beschäftigten 2008 einen Umsatz von circa 116 Mio. Euro. Besonders innovativ machen das Unternehmen laut „Top 100“-Analyse beispielsweise Kreativworkshops und ein Innovationsalltag, in dem den Beschäftigten ein eigener Kreativraum mit zahlreichen Technologiemustern zur Verfügung steht. Die Geschäftsführung der Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG hat das Innovationsmanagement vor rund 2 Jahren komplett neu strukturiert. „Seither läuft es wesentlich glatter und flüssiger und hat unheimlich an Fahrt gewonnen“, freut sich Dr. Jens Haug, der Leiter des Innovationszentrums. Jede Woche wird von Mitarbeitern im Schnitt mindestens eine neue Produktidee eingebracht, was jeweils mit einer Prämienzahlung verbunden ist. Rund ein Dutzend dieser Ideen wird vom Unternehmen schließlich weiter verfolgt und verwirklicht.
Die Innovationsprozesse der Schönaicher Firma sind so ausgerichtet, dass nicht nur das Produkt zählt, sondern auch der mit der Technologieentwicklung verbundene Lerneffekt. Ein Konzept, das nicht umgesetzt wird, bedeutet somit kein Scheitern, sondern gibt idealerweise Anregungen und Impulse, die es ermöglichen, die Produktidee mit einem alternativen Ansatz zu realisieren.
 
Fakten überzeugen
Für die Ehrung musste das Elektrotechnikunternehmen ein strenges zweistufiges Verfahren der Wirtschaftsuniversität Wien überstehen. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass die 100 Top-Innovatoren Herausforderungen kraftvoll angehen und so beispielsweise für die aktuelle wirtschaftliche Situation gut gerüstet sind. Innovation ist bei den meisten dieser Unternehmen Chefsache“, kommentiert der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Nikolaus Franke, die Analyse. So erwirtschaften die ausgezeichneten Unternehmen zwei Drittel ihres Umsatzes mit Innovationen und innovativen Verbesserungen der vergangenen drei Jahre – bei einer Vergleichsgruppe deutscher Mittelständler sind es gerade einmal 30 %. Zudem konnten die Top-Unternehmen durch Prozessinnovationen ganze 12 % ihrer Kosten einsparen, „Durchschnittsmittelständler“ sparten lediglich 4 %. Die Folge: Unter den diesjährigen „Top 100“ finden sich 54 nationale Marktführer, 22 sind in ihrem Tätigkeitsfeld sogar weltweit die Nummer eins.
Geschäftsführer Dr. Thomas Bertolini freut sich über den Erfolg: „Unsere Innovationskraft zählt jetzt erwiesenermaßen zum Besten, was der deutsche Mittelstand zu bieten hat. Das ist eine ausgezeichnete Empfehlung für unsere Kunden, schafft Vertrauen bei Partnern und gibt unseren Mitarbeitern Zuversicht. Besser kann man Krisenzeiten wohl kaum begegnen.“ Insgesamt hatten in diesem Jahr 319 Unternehmen an „Top 100“ teilgenommen.